Ansiedlung des Wanderfalken im „Vogelschutzgebiet Lahntal zwischen Marburg und Giessen“

von Björn Behrendt

 

Zu unserer großen Freude hält sich ein Wanderfalkenpaar seit seiner Entdeckung -durch Stefan Wagner im Frühjahr 2010- weiterhin beständig bis heute auf diesen Hochspannungsmasten auf. Ein Brutversuch auf einem Hochspannungsmast in einem Krähennest (von Anfang April bis Anfang Mai 2010) wurde damals leider nach 4 Wochen erfolglos abgebrochen.

Daraufhin baten wir den niederländischen Netzbetreiber, die TENNET TSO GmbH, einen Nistkasten an die Spitze eines 380KV Masten der Freileitung zu montieren.

Am 16.11.2011 sagt der niederländische Energieversorger TENNET TSO GmbH schriftlich die Montage eines Wanderfalkennistkastens auf einem Mast ihrer 380/110 kV-Leitung zu.

Nach derBeratung mit den Wanderfalkenexperten Herr Brauneis und Herr Dach und Herrn Hormann von der Staatlichen Vogelschutzwarte haben wir uns entschlossen den Kasten auf einem Mast im Vogelschutzgebiet montieren zu lassen.

Das Vorhaben den 60kg schweren Spezialkasten selbst zu bauen haben wir,wegen der Kürze der verbleibenden Zeit bis zur nächsten Balz- und Brutzeit, aufgegeben. Die UNB des Landkreises Marburg-Biedenkopf hatte sich spontan bereit erklärt, den Kasten zu finanzieren sowie die nächsten Haushaltmittel zur Verfügung stehen. Die Zwischenfinanzierung hatte der NABU Landesverband Hessen übernommen.

So wurde dann ein Kasten aus den Beständen von E.ON gekauft.

Am 28.02.2011 wurde der 60kg schwere Wanderfalkennistkasten von einem TENNET-Montageteam auf einen Mast im VSG montiert. Dazu kletterten zwei Mitarbeiter bis auf die oberste Spitze des Masts um dort eine Umlenkrolle für das Seil der Motorseilwinde zu befestigen. Das 3-köpfige Bodenteam schickte den Kasten per Seilwinde nach oben, wo er von den zwei Kletterern befestigt wurde.

Nur eine Woche nach der Montage ist das Wanderfalkenpaar in den Kasten eingezogen und hat einen Brutversuch unternommen, allerdings wieder ohne Bruterfolg. Die Jungen sind wohl noch geschlüpft, aber aus uns unbekannten Gründen sind sie nicht flügge geworden und ausgeflogen.

 

Auf ein neues im Frühjahr 2012!

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