Zwei tote Schwarzstörche im Fronhäuser Ried - Leitungsanflugopfer???

Am 12. September entdeckte Björn Behrendt auf der Ausgleichsfläche im Fronhäuser Ried zunächst einen bereits skelettierten jungen Schwarzstorch. Leider fand er in unmittelbarer Nähe an der dort über dem Gebiet verlaufenden Stromleitung einen zweiten, frisch toten jungen Schwarzstorch. Er wies Verletzungen am Hals auf, was auf einen Anflug der Stromleitung hindeutet. Der Vogel hielt sich bereits seit 2,5 Wochen in Mittelhessen auf und wurde bei Roßdorf und Wieseck beobachtet. Er war mit einem Kunststoffring beringt und konnte so durch Ablesung eindeutig identifiziert werden. Der Jungvogel wurde im Frühjahr bei Danzig in Polen beringt. Schade, dass er ausgerechnet bei uns sein frühes Ende fand.

Nach dem die Information an die Staatliche Vogelschutzwarte gegangen war, wurden die toten Schwarzstörche am nächsten Tag sichergestellt und an Martin Hormann von der Vogelschutzwarte für weitere Untersuchungen übergeben. Leider werden immer wieder Großvögel (oft Jungtiere) Opfer an Stromleitungen. Dabei sterben sie zumeist nicht durch einen Stromschlag, sondern brechen sich beim Anflug des Genick oder Flügel. Es wird zu überlegen sein, wie die Leitung über dem Fronhäuser Ried in Zukunft sicherer gemacht werden kann (farbige Markierungen, Erdverlegung).

 

 

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