Weißstorchtagebuch 2018

Aktuelle Beobachtungen von den Fronhäuser und Hachborner Weißstörchen

Auch in diesem Jahr werden wir unter dieser Rubrik über das Leben der Weißstörche in Fronhausen und Hachborn berichten. Natürlich in der Hoffnung, dass es in diesem Jahr wieder zu erfolgreichen Bruten kommt!

Aktuelle Einträge in diesem Jahr oben in der Liste!

02.09.2018

Das erfolgreiche Storchenjahr auf unseren Nestern ist zu Ende...

In Fronhausen sind alle 5 (!!!) Jungvögel flügge geworden. Großartig.
In Hachborn sind drei von fünf Jungvögeln flügge geworden. Nachdem die Fronhäuser schon zeitig nach den ersten Flugversuchen gen Süden gestartet sind, haben die Hachborner Jungen noch etwas den schönen Grund genossen https://static.xx.fbcdn.net/images/emoji.php/v9/f57/1/16/1f609.png
Mittlerweile sind aber alle "unsre" Störche in den Süden gezogen. Libi kann man mit ihrem Sender ja sehr gut orten, sie ist schon in Spanien angekommen. Vermutlich wird sie auch diesen Winter auf den Müllhalden bei Madrid verbringen.
Die Fotos zeigen die Hachborner Jungstörche bei ersten Flugübungen, bei der Fütterung und bei der Beobachtung von Mama auf der Wiese https://static.xx.fbcdn.net/images/emoji.php/v9/f57/1/16/1f609.png
Auf dem letzten Foto kann man am Nestrand noch gut das tote Küken erkennen.

Es war ein tolles und turbulentes Storchenjahr. Wir wünschen unseren 12 (!!!) Störchen - sowie natürlich auch allen anderen - ganz viel Glück auf ihren Weg in den Süden und zurück und hoffen, dass wir zumindest ein Teil von ihnen im nächsten Jahr wieder bei uns begrüßen dürfen https://static.xx.fbcdn.net/images/emoji.php/v9/f6c/1/16/2764.png

 

Fütterung der Hachborner Jungstörche - Foto: Miriam Wagner
Fütterung der Hachborner Jungstörche - Foto: Miriam Wagner
Die drei Hachborner Jungstörche - Foto: Miriam Wagner
Die drei Hachborner Jungstörche - Foto: Miriam Wagner

12.08.2018

Unsere beiden Altstörche sind weiterhin im Gebiet und kommen ab und an bei ihrem Nest vorbei. Allerdings treiben sie sich die meiste Zet irgendwo herum und sind eher selten zu beobachten. Mal sehen, wie lange sie den Sommer bei uns noch genießen werden....

 

24.07.2018

Heute morgen kreisten unsere 5 Jungstörche zusammen mit einem Altvogel über dem nordwestlichen Fronhausen längere Zeit und flogen dann gen Westen ab. Seit diesem Zeitpunkt wurden unsere Jungstörche nicht mehr gesehen. Vermutlich haben sie sich bereits auf den Weg in den Süden gemacht! Die Jungstörche ziehen immer deutlich früher in ihr Überwinterungsgebiet als die Alvögel. Hoffen wir, dass sie unbeschadet in Spanien, Afrika oder sonst wo ankommen und in den kommenden Jahren wieder zurück kehren! Unsere Altstörche bleiben uns wahrscheinlich noch bis Anfang September erhalten, bevor auch sie in den Süden aufbrechen.

 

23.07.2018

Nach langer Zeit (Urlaub) mal wieder ein paar Neuigkeiten von unseren Weißstörchen. Die 5 Fronhäuser Jungstörche sind mittlerweile flügge und man kann sie öfter zusammen über Fronhausen und Umgebung zum Teil mit den Altstörchen kreisen sehen. Sie sind abends und auch tagsüber aber immer wieder auch zusammen auf dem Nest.

Von den Hachborner Jungstörchen sind nur 3 flügge geworden. Der vierte Jungvogel lag eines morgens Tod im Nest. Warum der relativ große Jungvogel verendet ist lässt sich nicht sagen. Den anderen geht es aber gut auch sie unternehmen schon Rundflüge in die Umgebung.

 

08.06.2018:

Am 08. Juni wurden unsere 5 Jungstörche in Fronhausen und 4 Jungstörche in Hachborn beringt. Am morgen wurde ein Hubwagen ausgeliehen und mit Walter Bredes "zugkräftigen" Geländewagens zu den Einsatzorten gefahren. Mit Hilfe des Hubwagens konnten die Jungstörche von dem erfahrenen Beringer Christian Heuck ohne Probleme beringt werden. Die Jungstörche verhielten sich völlig ruhig, da sie bei vermeintlicher Gefahr in eine Art Starre verfallen. Die ganze Aktion dauerte am Nest nicht länger als 25 Minuten. In Fronhausen umkreisten die beiden Altstörche zwar mißtrauisch das Nest während der Aktion, aber noch bevor wir wieder die Wiese verlassen hatten kehrten sie schon zum Nest zurück als wäre nichts gewesen. In Hachborn war während der ganzen Aktion kein Altstorch in der Nähe. Sie haben vermutlich noch nicht einmal etwas von der ganzen Aktion mitbekommen. Etwa 10 Minuten nach Beendigung der Beringung kehrte ein Altstorch an das Nest in Hachborn zurück und fütterte die Jungen. Jetzt wird es in den nächsten Jahren spannend, wo evtl. unsere Jungstörche auftauchen und anhand ihrer Ringnummern identifiziert werden können.

Alle unten folgenden Fotos der Aktion stammen von Sascha Rösner und lassen sich durch Anklicken vergrößern!

04.06.2018

von Miriam Wagner

 

Heute konnte ich in Ruhe das Storchenest beobachten. Und was soll ich sagen? Alle vier Küken sind noch da und wohlauf. Sie wirken alle fit und stark, machen schon Muskeltraining mit ihren Flügelchen un bleiben auch schon eine gewisse Zeit alleine im Nest. Huscht Mama nach unten auf die Wiese, so sitzen sie am Nestrand und beobachten sie von oben Ein wunderbares Bild.

 

Am Wochenende konnte von einer Anwohnerin beobachtet werden, wie einer der Altströrche etwas "großes schweres" ins Nest brachte und dabei alle Mühe hatte, mit der Beute überhaupt hoch zu kommen. Bei näherem Hinsehen entpuppte es sich wohl als junges Kaninchen. Das Futter dürfte dann wohl den restlichen Tag ausreichen ;-)

 

Heute Mittag kreisten gleich vier Störche über Hachborn. Das ist aber kein seltenes Bild, wie Anwohner immer wieder berichten. Es scheint eien attraktive Gegend für Weißstörche zu sein. :-)

 

 

 

29.05.2018:

von Miriam Wagner

 

Turbulente Tage liegen hinter uns. Von Himmel hoch jauchzend bis zu Tode betrübt...

 

Am Freitag stellten wir freudestrahlend fest, dass nicht nur drei, sondern vier Küken im Nest in Hachborn sind. Und in Fronhausen sogar fünf!
In der Nacht von Samstag auf Sonntag dann ein großer Schock: Feuer auf dem vorderen Teil der Wiese! Werden die Küken den Rauch überleben? Bleiben Libi und Coco bei ihren Kleinen oder fühlen sie sich vom Feuer und den Löscharbeiten so stark bedroht oder gestört, dass sie das Nest verlassen??
Am nächsten Morgen dann die Entwarnung. Es geht allen gut, Libi und Coco sind bei ihnen geblieben.
Und dann DIE Überraschung: es sind 5 Küken im Nest!!!

Am nächsten Tag dann Aufregung: eine aufmerksame Dorfbewohnerin beobachtet, wie einer der Altstörche ein Küken aus dem aus dem Nest geworfen wird. Als sie schaut, sieht sie, dass es noch lebt. Schnell radelt sie zu uns, um uns zu informieren. Als wir am Fundort ankommen, ist aber schon so geschwächt, dass es nur noch einmal die Augen öffnet und dann doch verstirbt. Schweren Herzens lassen wir es zurück. Aber es gehört zur Natur und der Rotmilan hat sich sicher gefreut.

 

Bei Störchen ist das keine Seltenheit. Kranke und geschwächte Tiere werden immer mal aus dem Nest geworfen oder an die anderen Küken verfüttert.
In diesem Falle war aber vermutlich die lange Trockenperiode der Grund. Durch die Hitze und Trockenheit finden die Störche nicht ausreichend Nahrung, um alle (und 5 sind schon eine Ausnahme bei Störchen) Küken kräftig großzuziehen. Daher schmeißen sie das kleinste und schwächste Küken aus dem Nest, um das Überleben der anderen zu sichern.
Vermutlich wird auch das Vierte noch dran glauben müssen. :-(
Und heute konnten wir in einem kurzen Beobachtungsmoment auch nur drei Küken beobachten, aber das hat nichts zu sagen. Warten wir's ab.

Übrigens werden die Jungvögel in Fronhausen und Hachborn am 08. Juni beringt :-D So können wir auch Zukunft miterleben, was unsere flügge gewordenen "Babys" so treiben

 

23.05.2018;

Nachdem gestern der Kindergarten Fronhausen unseren Weißstörchen einen Besuch abgestattet hat, konnten heute sogar 5! Küken bei der Futterübergabe beobachtet werden! Mehr geht nicht! In der Regel legen Weißstörche zwei bis vier Eier und in seltenen Fällen auch mal fünf. Bei unserem Paar ist es wohl so gewesen und alle fünf Küken sind geschlüpft. Sie sind noch alle wohl auf und wachsen schnell. Ein Küken ist allerdings etwas kleiner... Mal sehen, ob es alle fünf schaffen flügge zu werden....

 

15.05.2018:

4 Küken im Nest!

Das etwas ungemütliche Gewitterwetter am Sonntag hat keinerlei Auswirkungen auf unsere Brut im Fronhäuser Ried gehabt. Den kräftigen Regen und den Wind haben die Altvögel locker abgehalten. Bereits am Sonntag konnten vier Küken im Nest beobachtet werden. Auch heute waren alle vier Küken wohl auf und werden schnell größer. Mittlerweile kann man sie gut im Nest erkennen, insbesondere während der Fütterungen durch die Alttiere.

 

 

10.05.2018:

Mind. 3 Küken im Nest!

Nachdem vor gut einer Woche bei unserem Weißstorchpaar im Fronhäuser Ried die ersten Küken geschlüpft sind, konnten gestern mind. 3 Küken im Nest bei der Fütterung beobachtet werden. Die Altstörche mussten bei dem warmen Wetter die Jungen kaum hudern. Sie standen die meiste Zeit im Nest und haben die Jungen mit Futter und Wasser versorgt. Daher konnten die Jungen erstmalig gut beobachtet werden und mind. 3 kleine Schnäbelchen reckten sich dem Altvogel entgegen! Hoffen wir, dass das Wetter einigermaßen gut bleibt, damit sich die drei schnell weiterentwickeln können!

01. Mai 2018:

Jungstörche in Fronhausen geschlüpft! Seit gestern konnten Fütterungen am Nest beobachtet werden. D.h. dass mindestens 1 Jungvogel geschlüpft sein muss. Die kommenden Tage werden zeigen, wie viele Schnäbelchen sich nach oben recken werden. Die Wetteraussichten sehen dieses Jahr auch deutlich besser aus! Für die kommenden Tage sind trockene Witterung und ansteigende Temperaturen vorhergesagt. Es besteht Hoffnung auf interessante Beobachtungen von jungen, heranwachsenden Störchen im Fronhäuser Ried!

 

06.04.2018:

Nach der Osterferienpause wieder Nachrichten von unseren Weißstörchen. Die Fronhäuser Störche brüten ganz sicher! Einer der beiden sitzt immer fest im Nest und wird von Zeit zu Zeit abgelöst. Mindestens seit dem 04.04.18 findet also die Brut statt, so dass Anfang Mai die Jungen schlüpfen müssten. Das Nest ist auch wieder gewachsen. Mit Beginn der Brut haben sie noch mal ordentlich Nistmaterial drauf gepackt und am Nest gearbeitet. Bisher verläuft alles normal. Es gab keine massiven Störungen durch Fremdstörche. 

Auch in Hachborn steht der Brutbeginn unmittelbar bevor. Auch hier wird ordentlich am Nest gebaut und es werden häufig Kopulationen zwischen Coco und Libi beobachtet. Hier scheint es aber ab und zu Störungen durch einen dritten Storch zu geben. Mal sehen, wie es sich weiter entwickelt. Sieht aber auch erstmal recht vielversprechend aus.

Im Anhang noch ein paar tolle Aufnahmen von den Hachborner Weißstörchen. Der Fotograf ist Werner Becker.

Weißstörche bei der Paarung - Foto: Werner Becker
Weißstörche bei der Paarung - Foto: Werner Becker
Weißstorch bringt Nistmaterial - Foto: Werner Becker
Weißstorch bringt Nistmaterial - Foto: Werner Becker

27.03.2018:

Nach den doch zum Teil sehr kalten und ungemütlichen Tagen scheint der Frühling sich ein klein bisschen aus der Deckung zu wagen.

Peer und Wiebke haben die kalten Tage gut überstanden. Den eisigen Ostwind haben sie oft gemeinsam dicht aneinander gekuschelt und tief in das Nest geduckt überstanden. Immer wieder beeindruckend, wie die Vögel mit ihrem Federkleid diese widrigen Witterungsbedingungen überstehen können, wenn einem selbst nach einer Minute draußen schon eiskalt ist.

Nachdem es etwas wärmer geworden ist, geht das Balz- und Brutgschehen langsam wieder los. Nestbauaktivitäten und längeres Sitzen im Nest scheinen die Eiablage und das Brüten vorzubereiten. Vermutlich in den nächsten Tagen dürfte die Brut starten. Dann wird es spannend!

 

Auch in Hachborn und Niederwalgern haben die beiden Paare die ungünstige Wetterphase gut überstanden. Auch dort dürfte der Brutbeginn unmittelbar bevorstehen.

11.03.2018: Gegenseitige Körperpflege fördert die Partnerschaft - Foto: Stefan Wagner
11.03.2018: Gegenseitige Körperpflege fördert die Partnerschaft - Foto: Stefan Wagner
11.03.2018: Peer und Wiebke klappern wie wild um einen weiteren Weißstorch abzuwehren! - Foto: Stefan Wagner
11.03.2018: Peer und Wiebke klappern wie wild um einen weiteren Weißstorch abzuwehren! - Foto: Stefan Wagner

11.03.2018:

Auch in Hachborn herrscht Gewissheit. Das besenderte Weibchen "LIBI" ist wieder am heimischen Nest angekommen. Hat wohl zunächst noch eine Runde Richtung Nordhessen gedreht, ist aber wieder mit COCO vereint.

Heute im Fronhäuser Ried etwas Krawall. Am Morgen umkreiste ein weiterer Weißstorch das Nest, wird aber durch massives Klappern von Peer und Wiebke abgeschreckt. Er ließ sich dann weiter südlich auf einem Acker nieder, wurde aber sofort von den beiden attackiert und zog ab. Peer duldet weiterhin keine weiteren Weißstörche in Sichtweite des Nestes. Da reagiert er sehr aggressiv.

 

09.03.2018:

In den letzten drei Tagen immer wieder unser Pärchen am Nest im Fronhäuser Ried. Konnte heute die Ringe ablesen. Es handelt sich um das langjährige Männchen Peer DEW 9X931 und seine Partnerin aus dem letzten Jahr Wiebke (alias Amelie) mit der Ringnummer DEW 9X441. Hoffentlich haben sie in diesem Jahr mehr Glück mit dem Wetter und der Jugenaufzucht als im letzten Jahr!

Im Moment machen sie immer wieder Abstecher an die BT Niederwalgern und ärgern dort das Männchen Hänsel, das aber wohl auch eine Partnerin gefunden hat.

Aber auch südöstlich von Fronhausen gehen die beiden oft auf Nahrungssuche.

 

06.03.2018:

Heute Vormittag standen bereits zwei Weißstörche auf dem Nest im Fronhäuser Ried! Beide links beringt. Vermutlich ist das Paar Peer&Wiebke alias Amelie wieder komplett. Sie pendelten während des Tages zwischen den BT Niederwalgern und dem Fronhäuser Ried hin und her. Dort traf heute auch das Männchen Hänsel aus den Vorjahren ein.

Der Hammer! Am Nachmittag waren 23! weitere Weißstörche im Fronhäuser Ried unterwegs und wurden argwöhnisch von Peer&Wiebke vom Nest aus beobachtet. Gegen Abend flogen diese zu den Weiden an der Lahn und ließen sich dort nieder. Friedrich-Karl Menz konnte das faszinierende Schauspiel auf Fotos festhalten (siehe unten)!

06.03.18: Heute 25 Weißstörche im Fronhäuser Ried - Foto: Friedrich-Karl Menz
06.03.18: Heute 25 Weißstörche im Fronhäuser Ried - Foto: Friedrich-Karl Menz

05.03.2018:

Weißstörche kehren aus ihren Winterquartieren zurück!

Nachdem bereits ab dem 22. Februar ein bis zwei Weißstörche auf dem Nest in Hachborn beobachtet wurden, gab es witterungsbedingt eine Winterflucht in den Süden.

Nachdem es nun aber deutlich wärmer geworden ist, konnte heute auf dem Nest im Fronhäuser Ried ein links beringter Weißstorch beobachtet werden. Wahrscheinlich ist Peer zurück an seinem Nest!

Auch in Hachborn stand heute wieder ein Weißstorch auf dem Nest! Das besenderte Weibchen "LIBI" hält sich wohl im Moment in Luxemburg auf, sollte aber auch jeden Tag eintreffen. Es bleibt spannend, wie es in den nächsten Tagen weiter geht.

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