Weißstorchtagebuch 2019

Aktuelle Beobachtungen von den Fronhäuser und Hachborner Weißstörchen

Auch in diesem Jahr werden wir unter dieser Rubrik über das Leben der Weißstörche in Fronhausen (Stefan Wagner) und Hachborn (Miriam Wagner) berichten. Natürlich in der Hoffnung, dass es in diesem Jahr wieder zu erfolgreichen Bruten kommt!

Aktuelle Einträge in diesem Jahr oben in der Liste!

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20. März:

Hachborn:

In der Bildergalerie (hier) befinden sich wunderschöne Bilder von den Weißstörchen in Hachborn. Die Bilder wurden von Werner Becker gemacht. Glückwunsch zu den tollen Bildern!

 

März 2019: Weißstörche in Hachborn - Foto: Werner Becker
März 2019: Weißstörche in Hachborn - Foto: Werner Becker
19. März: Ein Verbissschutz gegen die Pferde wurde um den Mast montiert - Foto: Stefan Wagner
19. März: Ein Verbissschutz gegen die Pferde wurde um den Mast montiert - Foto: Stefan Wagner

20. März:

 Fronhäuser Ried:

 Mal wieder Aufregung im Fronhäuser Ried! Gestern haben Walter Brede und ich einen kleinen Zaun um den Storchenmast gebaut, damit die Pferde, wenn sie wieder auf die Koppel kommen, ihn nicht wieder anknabbern und er wieder an Stabilität verliert. Wir waren ca. 1,5 Stunde am Werk und wurden die meiste Zeit von Peer und Wiebke aus der Entfernung relativ teilnahmslos begleitet. Nach getaner Arbeit verließen wir wieder die Weide und freuten uns, den Verbissschutz noch vor dem Brutbeginn installiert zu haben. Auf dem Rückweg von Sichertshausen bemerkte ich aber, dass zwei Störche südlich von Bellnhausen in der Nähe der Campinghühner auf einer Wiese liefen und auf den dort stehenden Strommasten Zweige herauftrugen… Bei der Betrachtung mit dem Fernglas stellte sich heraus, dass es Peer und Wiebke waren. Was hatten die denn vor? Beunruhigt fuhr ich nach Hause und meine Besorgnis stieg, weil bis zur Dunkelheit auf dem Nest im Fronhäuser Ried sich nichts tat….

 

Heute morgen dann der nächste Schock! Peer und Wiebke waren schon früh am Morgen, direkt vor unserem Küchenfenster damit beschäftigt, Zweige und Äste in den dort befindlichen Strommasten einzutragen.   Sehr diletantisch wurde versucht, das herbei geschaffte Nistmaterial auf dem Mast abzulegen. Allerdings fielen die allermeisten Zweige direkt wieder herunter. So ein Mist! Hatte sie unser Gehämmer so sehr verschreckt, dass sie ihr Nest im Ried aufgegeben hatten? Voller Sorge machte ich mich auf den Weg zur Arbeit…

 

Aber erfreulicherweise kam schon weniger später die Entwarnung! Walter berichtete mir telefonisch, dass die Beiden sich wieder auf dem Nest im Ried befänden und alles in bester Ordnung sei. Sogar Kopulationen konnten im Nest beobachtet werden. Na denn, alles paletti! Ganz schön aufregend diese Storchensaison…

 

16. März:

 

Hachborn/Ebsdorf:

 

Heute interessante Neuigkeiten aus dem Ebsdorfergrund. Der Senderstorch Libi hat wohl einen Partner gefunden und ein lange Zeit unbenutztes Kunstnest im Ortskern von Ebsdorf bezogen. Dort halten die beiden sich wohl seit 2 Tagen auf und sind sowohl beim Nestbau als auch bei Kopulationen beobachtet worden. Sehr spannend! Wäre ja toll, wenn sich mitten im Ort da Paar ansiedeln würde. Da haben die Ebsdorfer was zu bestaunen!

 

15. März: Attacke auf den Fremdstorch - Foto: Stefan Wagner
15. März: Attacke auf den Fremdstorch - Foto: Stefan Wagner

15. März:

 

Fronhäuser Ried:

 

Heute ein wenig Action. Am Nachmittag tauchte ein dritter, unberingter Weißstorch auf und setzte sich vor unserem Haus auf einen Strommasten. Aber sofort waren Peer und Wiebke im Anflug. Vom Nest kommend starteten sie eine Attacke auf den Fremdstorch, der sofort abhob und nach wenigen Runden sich in die Höhe schraubte und gen Nordosten hoch abzog. Wie immer dulden die Fronhäuser keine Konkurrenz in der Nähe. Da wird es wohl nix mit der Besiedlung des Nestes auf unserem Dach.

 

 

14. März:

Fronhäuser Ried:

Im Fronhäuser Ried läuft im Moment alles recht ruhig und normal. Peer und Wiebke sind fleißig am Nestbauen, so dass sein Aussehen schon deutlich verändert hat. Auch erste Sitzproben werden mittlerweile vorgenommen. Dabei zeigt sich, dass die Störche nun viel tiefer sitzen und kaum über den Nestrand heraus ragen, da sich bisher noch relativ wenig Nistmaterial im Nest befindet. Dies wird sich in den nächsten Monaten/Jahren aber wieder ändern. Ansonsten ist das Nest auch immer mal wieder für längere Zeit  nicht besetzt.

 

Hachborn/Erbenhausen/Ebsdorf I (13. März):

Hachborn und Ebsdorf aktuell zwei Paare plus ständig drei weitere umherstreifende Individuen. Eines davon konnte gestern auf dem neuen Nest von Ludolf Hoffmann bei Erbenhausen beobachtet werden (siehe Bild unten). Es könnte sich dabei um Libi gehandelt haben, da auf dem Rücken etwas senderähnliches zu beobachten war. Übernachtet hat Libi dann aber auf dem Nest bei Ebsdorf, was die Auswertung der Senderdaten gezeigt hat. Da gibt es also noch reichlich Bewegung und Spannung, wie sich die Konstellationen letztendlich etablieren werden!

 

Hachborn/Erbenhausen/Ebsdorf II (14. März):

Im Grund herrscht ein ziemliches Durcheinander. So wie es aussieht, was aber nicht sicher belegt werden kann, haben die Störche Partner- und Nesttausch gemacht. Coco ist weiterhin mit Angela (ehemals Fonhausen, dann Rauischholzhausen) auf dem Nest in Hachborn liiert. Libi, welche die letzten zwei Jahre mit Coco in Hachborn bebrütet hat, bewohnt seit ein paar Tagen den im letzten Jahr errichteten Mast im Feld bei Ebsdorf in Richtung Heskem.

 

Angela’s „Ex“ in R-Holzhausen ist nach ein paar einsamen Nächten auch geflüchtet und nun vermutlich mit Libi liiert. Zumindest ist es auch ein unberingter Storch, welcher dort auftauchte, seit der Schornstein in R-Holzhausen verwaist ist. Puh, was ein Chaos!

 

Dazu kommen noch tägliche Anflüge auf die beiden besetzten Nester von zwei bis drei Fremdstörchen, davon hat einer eine schwarze Steuerungsfeder.

 

Manfred Lehr hat Libi und „ihren Neuen“ ab und an nochmal in Hachborn gesehen, aber mittlerweile richten sie den neuen Mast in Ebsdorf gemütlich her.

 

Bei beiden Paaren können mehrmals täglich Kopulationen beobachtet werden.

 

Heute noch drei besondere Beobachtungen: zwei Störche auf dem alten Dach-Nest im Ortskern von Ebsdorf (Manfred Lehr), zwei Störche auf dem Mast vor Ebsdorf Richtung Hachborn und ein Storch morgens auf dem Nest von Ludolf Hofmann in Erbenhausen (Thorsten Wagner).

 

Es ist einfach unglaublich, was sich hier in der Gegend im Moment mit Störchen tut

 

10. März: Attacke auf das Nest! - Foto: Miriam Wagner
10. März: Attacke auf das Nest! - Foto: Miriam Wagner

10. März:

Hachborn:

Coco und Angela waren heute gegen 11:30 Uhr bei Regen und Strum auf dem Nest anzutreffen. Als es aufklarte erfolgte nach ausgiebiger Gefiederpflege und Klappern die Kopulation. Eine halbe Stunde später überflog erst ein Storch das Nest aus Ebsdorf her kommend, später kamen zwei Störche aus Richtung Ebsdorf. Coco und Angela folgten den zweien, kamen aber kurze Zeit wieder zurück.

Um 12:37 Uhr tauchten erneut Störche aus Richtung Ebsdorf aus, diesmal 3. Zwei blieben im Hintergrund über dem Heckrindergebiet, während der dritte mehrere Direktanflüge auf das besetzte Nest startete. Angela und Coco klapperten aufgeregt. 13:30 Uhr erneuter Angriff eines Storches aus Richtung Ebsdorf her kommend. Diesmal konnte man erkennen, dass es sich nicht um Libi handelte, denn der Storch hatte keinen Sender, aber eine schwarze Steuerungsfeder. Dieser flog anschließend wieder Richtung Ebsdorf zurück, Angela und Coco folgten. Alle drei kreisten einige Zeit über einer Wiese vor Ebsdorf.

17:45 -18:20 Uhr lagen beide erschöpftim Nest, sprangen aber gelegentlich auf um zu Klappern, allerdings war kein weiterer Storch in (meiner) Sichtweite. Schließlich flogen Sie auf die Wiese nebenan zum Abendessen.

Wer die anderen Angreifer waren konnte man nicht erkennen, ob einer der anderen Libi war ist ungewiss. Vielleicht hat sie sich Verbündete gesucht…

 

09.03.2019: Übergabe von Nistmaterial für das neue Nest - Foto: Stefan Wagner
09.03.2019: Übergabe von Nistmaterial für das neue Nest - Foto: Stefan Wagner

09. März:

Fronhäuser Ried:

In den letzten beiden Tagen haben die Fronhäuser Störche ordentlich am neuen Nest gebaut. Immer wieder wurden von ihnen Zweige in das Nest eingetragen und verbaut. Dabei wurde auch die Äste des zerstörten Nestes, die wir in unmittelbarer Nähe haben liegen lassen, von ihnen wieder mit verbaut! Recycling und kurze Wege = Energieeffiziens! Aber auch ansonsten sind die Anzeichen der bevorstehenden Brutzeit unverkennbar. Immer wieder kommt es zu Kopulationen zwischen Peer und Wiebke. Mal schauen, ob sich durch die zeitliche Verzögerung bzgl. des Nestausbaus der Beginn der eigentlichen Brut verschiebt. Toll, wie schnell die Beiden ihr neues Zuhause akzeptiert haben!

 

Hachborn:

Bericht von Winfried Kräling:

Am 25. Februar hat Senderstörchin „Libi“ ihr Winterquartier südwestlich von Madrid verlassen und ihre Reise in das Brutgebiet in den Ebsdorfer Grund angetreten. Ihren letzten Zwischenstopp legte sie am 7. März bei den Bruchwiesen von Büttelborn ein. Da diese nur 95km von „Libi’s“ Brutmast (2017 u. 2018) entfernt sind, war zu erwarten, dass „Libi“ am Folgetag bei Hachborn eintreffen würde.

Bernd Petri, der Ornithologe von Büttelborn, dem ich die Position der letzten Station übermittelt hatte, konnte „Libi“ bei seinem Besuch am 8. März um 8:15 Uhr an einer Pappelreihe, wo „Libi“ genächtigt hatte, nicht mehr entdecken.

Um 12:57 Uhr beobachtet Miriam Wagner die Ankunft von „Libi“. Welch ein Schock muss die Störchin getroffen haben, denn  „Coco“ ihr Partner aus den beiden Vorjahren hat inzwischen eine neue Partnerin – das Weibchen „Angela“ (Ring Nr. DER AH410). Diese Störchin kennt den Landkreis recht gut, hat sie doch in den Jahren 2013 bis 2015 bei Fronhausen und 2016 bis 2018 in Rauischholzhausen gebrütet.

Am gestrigen Nachmittag konnten Miriam Wagner und ich beobachten, dass „Coco“ und „Angela“ gemeinsam auf ihrem Horst standen und „Libi“ mehrmals über diesen hinweg flog. Die Nacht hat „Libi“, nach den Daten ihres Senders, auf einem Freileitungsmast in nur 250m Entfernung zu ihrem ehemaligen Horst verbracht.

Bleibt die spannende Frage, wie geht es weiter, sammelt „Libi“ erstmals neue Kräfte nach ihrer anstrengenden Reise, um dann ihre Rivalin zu attackieren, wie ich es schon oft beobachtet habe, oder überlässt sie kampflos „Angela“ ihren angestammten Brutplatz? Spannend bleibt es auf jeden Fall am Brutmast von Hachborn.

06. März:

Fronhäuser Ried:

Am heutigen Tage normalisierte sich die Lage nach den aufregenden vergangenen zwei Tagen. Auch am frühen Morgen standen Peer und Wiebke auf dem Nest, wo sie die Nacht verbracht hatten. Tagsüber inspizierten sie das Nest und fingen an Nistmaterial einzutragen und das Nest auszubauen. Bis zur Eiablage müssen sie noch einiges Material zusammnentragen um eine geeingete Unterlage zu schaffen. Aber dafür haben sie noch genügend Zeit und das Nest ist defintiv von ihnen angenommen worden. Aufgrund kurzer Beobachtungszeit diesmal nur ein kurzer Lagebericht.

Dafür gab es andere interessante Neuigkeiten! Ein am 08.06.2018 im Fronhäuser Ried beringter Jungstorch wurde 74 Tage später 1095 Kilometer entfernt in der Region Barcelona in Spanien beobachtet. Der Ring konnte von einem Beobachter abgelesen werden! Klasse Beobachtung! So wissen wir, dass dieser Jungstorch mindestens bis nach Spanien auf dem Herbstzug geflogen ist und nicht im Süden Hessens oder Deutschlands überwintert hat. Hieran erkennt man, dass die Beringung und Besenderung von Störchen durchaus Sinn macht und wichtige Erkenntnisse liefert!!!

 

Hachborn:

Hier im Grund ist nach wie vor ein ziemliches Durcheinander. Angela (DER AH 410) hält sich meist in Hachborn auf, das Männchen bei ihr scheint Coco zu sein, der mittlerweile zurückgekehrt ist. Auch die Paarung ist schon voll in Gange.

Heute Morgen allerdings schein sie wieder in R-Holzhausen auf dem Schornstein mit ihrem dortigen Männchen zu verweilen, während Coco alleine auf dem Mast in Hachborn wartete. Gegen 13 Uhr sahen wir im Vorbeifahren drei Störche über die Wiese mit Kurs auf das Hachborner Nest vorbeifliegen. Bis wir uns mit dem Auto bei Ebsdorf gedreht hatten und wieder zurück waren, standen Coco (?) und Angela auf dem Horst, vom dritten Storch fehlte aber jede Spur. Kurze Zeit später saß ein einzelner Storch auf dem neu errichteten Mast im Feld zwischen Ebsdorf und Heskem.

Am Wochenende wird Libi hier erwartet. Stress ist vorprogrammiert…  

06. März: Peer und Wiebke in dem neuen Nest - Foto: Friedrich-Karl Menz
06. März: Peer und Wiebke in dem neuen Nest - Foto: Friedrich-Karl Menz
06. März: Angela wird von einem Männchen in Hachborn begattet - Foto: Miriam Wagner
06. März: Angela wird von einem Männchen in Hachborn begattet - Foto: Miriam Wagner
05. März: Der neue Mast steht! - Foto: Björn Behrendt
05. März: Der neue Mast steht! - Foto: Björn Behrendt

05. März:

Fronhäuser Ried:

Nach der gestrigen Katastrophe hat sich heute alles zum Guten gewendet. Uli Zick hat am Morgen mit einem Bagger das Loch vorbereitet und es wurden letzte Feinheiten am Nest erledigt. Ab 16:00 Uhr dann wurde der Mast mit Hilfe von zwei Traktoren von Walter Brede und Burkhard Becker vorsichtig in das Loch abgelassen und aufgestellt. Nachdem der Mast ausgerichtet war, wurde er von vielen fleißigen Händen (Carsten Busse, Volkmar Höpp, Friedrich-Karl Menz, Walter Brede, Burkhard Becker, Stefan Wagner) fest im Boden eingebuddelt. Zum Abschluss wurde über eine Leiter in einer Frontladerschaufel noch loses Nistmaterial mit Hilfe eines Eimers von Burkhard in akrobatischer Manier ins Nest buxiert (siehe Bilder unten) Fertig!!!!

Nachdem wir die Szenerie geräumt hatten, kam nun das bange Warten, ob das neue Nest von den beiden angenommen wird. Die haben uns übrigens den ganzen Tag begleitet und beäugt, was wir dort treiben. Man hatte fast das Gefühl, die Beiden wissen, was wir dort für sie veranstalten.

Dann spannten uns die Beiden aber doch auf die Folter. Zunächst gingen sie in Seelenruhe der Nahrungssuche auf einem benachbarten Acker nach. Nach 30 Minuten wollten wir abfahren, doch just in diesem Moment starteten sie Richtung Nest! Aber was war das? Mehrere Anflüge an das Nest und oben drüber - aber keine Landung im Nest?????? Anschließend sogar Abflug nach Norden außer Sichtweite. Frust!!!

Sollte ihnen die etwas lückige Struktur des geflochtenen Nestes nicht zusagen....?

Erst mal einen Kaffee und ein Stück Kuchen und schauen, wie es weiter geht - dabei ständig den Blick aus dem Fenster, ob sich am Nest was tut. Aha, erneuter Anflug - wieder kurz vorm Landen abgedreht und auf der Nachbarwiese gelandet zum Ruhen.

Erste Fehleranalysen und Verbesserungsideen mit unserem ehemaligen Vorsitzenden Björn Behrendt, der der Aktion auch beiwohnte, und Friedrich-Karl Menz wurden durch einen erneuten Anflug unterbrochen und endlich um 18:28 Uhr landeten beiden Störche auf dem Nest und verharrten dort, etwas skeptisch das Nest begutachtend, bis zum letzten Licht. Geschafft!!! Yippie!!! Ende gut, alles gut!  Dank an alle, die so schnell mit Tatkraft, Maschinen- und Materialeinsatz mtigeholfen haben! Hoffentlich wissen Peer und Wiebke das zu schätzen und beglücken uns in den kommenden Monaten mit erfolgreichem Brutgeschehen!

 

05. März:

Hachborn:

Hier im Grund ist nach wie vor ein ziemliches Durcheinander. Angela (DER AH 410) hält sich meist in Hachborn auf, das Männchen bei ihr scheint Coco zu sein, der mittlerweile zurückgekehrt ist. Auch die Paarung ist schon voll in Gange.

 

Heute Morgen allerdings schein sie wieder in R-Holzhausen auf dem Schornstein mit ihrem dortigen Männchen zu verweilen, während Coco alleine auf dem Mast in Hachborn wartete. Gegen 13 Uhr sahen wir im Vorbeifahren drei Störche über die Wiese mit Kurs auf das Hachborner Nest vorbeifliegen. Bis wir uns mit dem Auto bei Ebsdorf gedreht hatten und wieder zurück waren, standen Coco (?) und Angela auf dem Horst, vom dritten Storch fehlte aber jede Spur. Kurze Zeit später saß ein einzelner Storch auf dem neu errichteten Mast im Feld zwischen Ebsdorf und Heskem.

Am Wochenende wird Libi hier erwartet. Stress ist vorprogrammiert…

04. März:

Leider hat der Weißstorchmast dem kräftigen Wind heute nicht Stand gehalten. Am Morgen gegen 9:30 Uhr ist er umgeweht worden. Vor 2 Jahren war er von den auf der Weide gehaltenen Pferden im unteren Bereich stark angeknabbert worden. An dieser Schwachstelle hat er heute leider nachgegeben. Eine Inspektion des Masten am Samstag zeigte schon bedenkliche Verwitterung im erdnahen Bereich. Über Alternativen wurde nachgedacht. Letztendlich hat der heutige Wind schnell eine Entscheidung herbei geführt.

Leider war durch den Sturz der Mittelteil des Masten ebenfalls stark beschädigt, so dass er nicht wieder aufgestellt werden kann. Auch das Nest war, wie auf den Bildern unten zu sehen, stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Die beiden Weißstörche Peer und Wiebke standen den ganzen Vormittag auf der Wiese und wirkten total irritiert.

Was nun?

Nach vielen Telefonaten wurde dann in Windeseile ein Rettungsplan erarbeitet: Burkhard Becker konnte einen Masten zur Verfügung stellen. Bei Rainer Hoffarth wurden wir bzgl. eines künstlichen Nestgerüstes fündig, welches Walter Brede dann nach Fronhausen zum Weiterbau brachte. Uli Zick hatte in der Zwischenzeit einen Bagger für den nächsten Tag organisiert. Läuft! Ich demontierte jetzt das alte Nest vom Masten und entsorgte es mit Friedrich-Karl Menz. Außerdem wurden in das neue Nest  Zweige eingeflochten Am Nachmittag dann rückten Walter und Burkhard mit dem neuen Masten im Fronhäuser Ried an. Dort wurde das neue Nest an den Masten geschraubt und mit Ästen weiter gebaut. Dort ruht es nun einsatzbereit für den morgigen Tag. Wenn alles klappt, dann steht Dank der tollen Mithilfe der oben genannten Personen, der Mast morgen Abend wieder! Hoffentlich hält das Paar solange durch! Heute Abend waren sie zumindest bis Sonnenuntergang noch im Fronhäuser Ried unterwegs. Mal sehen, wo sie die Nacht verbringen.

Interessant war die Tatsache, dass das alte Nest mindestens 200 Kilogramm wog. Eine riesige Humusschicht befand sich im Nest - Material, was sich in den letzten 7 Jahren angesammelt hatte. Diese Last war ebenfalls für den nicht mehr ganz stabilen Masten ein Problem.

02. März:

Anflug auf das Nest im Fronhäuser Ried mit anschließendem Begrüßungsritual!

02. März:

Fronhäuser Ried:

Heute konnte der Ring des Weibchens in Fronhausen abgelsen werden. Es ist das Weibchen der letzten beiden Jahre: "Wiebke" mit der Ringnummer DEW 9X441. Beide haben sich heute ausgiebig im Nest aufgehalten und es kam hin und wieder zu Kopulationen. Gegen Nachmittag allerdings flog sie Richtung Norden ab und hielt sich ca. 1 Stunde an den Baggernteichen in Niederwalgern auf dem Nest mit dem dortigen Männchen "Hänsel" auf - ihrem ehemaligen Partner von vor drei Jahren. Dort hat sie einige Zeit mit ihm rumgeturtelt, um anschließend wieder zu Peer nach Fronhausen zurückzukehren...

 

01. März:

Fronhäuser Ried:

Nachdem unser Weißstorchmännchen "Peer" bereits am 21. Februar auf das Nest in Fronhausen zurück gekehrt ist, befindet sich seit dem 28. Februar auch das Weibchen mit ihm zusammen auf dem Nest! Ob es sich dabei um "Wiebke", das Weibchen der letzten beiden Jahre, oder  ein anderes Weibchen handelt, wird sich im Laufe des Tages entscheiden. Heute Nachmittag werde ich überprüfen, ob das Weibchen einen Ring trägt und welche Nummer sich darauf befindet.

 

Hachborn:

Wie jeden Morgen in dieser Woche auch heute wieder Angela aus Fronhausen – Walgern – R-Holzhausen 😉  auf dem Nest in Hachborn. Und wieder Versuch den Kadaver des toten Jungstorches am Nestrand zu verbauen.

Um 13:20 Uhr waren es zwei Störche auf dem Nest: Angela und ein großer, kräftiger, etwas verschmutzter unberingter männlicher Storch – könnte zwar theoretisch das Männchen von R-Holzhausen sein, vermute aber eher unseren „Coco“. Beide betrieben Nest- und Gefiederpflege, dösten vor sich hin und klapperten ziemlich oft mit ihren Schnäbeln – ohne sichtlichen Fremdstorch in der Luft und nicht immer mit zurückgeworfenem Kopf. Nach einem kurzen Rundflug über Wiese des Männchens erfolgte eine Kopulation.

 Gegen 13:40 Uhr flog Angela Richtung Osten ab, das Männchen zehn Minuten später.

 

Abends um 18 Uhr saß ein Storch alleine auf dem Nest. Die Zeichen, dass Coco tatsächlich zurück ist, stehen gut!

 

„Libi“ hält sich seit drei Tagen in Zaragoza, Nordspanien, auf. Hoffentlich kommt sie bald, sonst übernimmt Angela das Nest…

 

26. Februar:

Hachborn:

Heute Morgen bekam ich gegen halb neun den Anruf, dass wieder ein Storch auf dem Nest sei. Vor Ort musste ich feststellen, dass sich erneut um Angela handelt. Was hat sie vor? Will sie sich nach Peer und dem Rauischholzhäuser Bub jetzt auch noch Coco angeln? Libi ist gestern in Madrid gestartet und wenn sie nicht wieder an Hachborn vorbeifliegt wie letztes Jahr, dann wird sie bald hier sein und dann wird es spannend. Ein Kampf um Coco? Wer weiß.... Dieser ahnt jedoch noch nichts von alledem, denn keiner weiß wo er sich rumtreibt. Von ihm fehlt bisher jede Spur. Einen Ring hat er ja leider auch nicht.

 

Angela fühlte sich auf dem Nest auf jeden Fall ziemlich wohl. Sie machte ihr Morgenyoga, putzte sich und spielte Versteck mit zwei frechen Feldsperlingen (siehe Fotos unten).

 

Sehr interessant allerdings war zu beobachten, wie sie sich dem Kadaver des toten Jungtieres aus dem vergangenen Jahr verhielt. Sie begutachtete es erst genau von oben und kam dann vorsichtig näher. Schließlich inspizierte sie es vorsichtig mit dem Schnabel von allen Seiten. Vorsichtig ging sie zurück und schaute es wieder von oben an. Nach ein paar Minuten dasselbe Spiel.

 

Schließlich flog sie gegen halb neun Richtung Osten ab.

 

24. Februar:

Peer bei der Gefiederpflege, beim Ruhen im Nest, beim Dehnen und Gähnen, sowie bei der Nestrenovierung und der Nahrungssuche:

23. Februar:

Heute morgen konnte ich den Ring des Storches im Fronhäuser Ried mit dem Fernrohr ablesen: DEW 9X931 - es ist also tatsächlich unser treues Männchen Peer, was nun im 7. Jahr hintereinander im Fronhäuser Ried seinen Brutplatz gefunden hat. Mal sehen, welche Dame sich dieses Jahr zu ihm gesellt und wie das Brutgeschäft verläuft. Wir sind gespannt!

 

22. Februar:

Der Weißstorch hält weiterhin die Stellung auf dem Nest im Fronhäuser Ried. Morgens steht er meist stolz und aufrecht im Nest und hält Ausschau nach einer geeigneten, vorbei fliegenden Weißstorchdame. Bis jetzt hat sich aber noch kein weiterer Weißstorch am Nest gezeigt. Den Rest des Tages ist er mit Nahrungssuche und Nestrenovierungen beschäftigt.

 

Auch am Nest in Hachborn hat sich heute erstmalig etwas getan:

 

Heute Morgen gegen 8:00 Uhr waren zwei Störche auf dem Nest in Hachborn. Da Coco auch heute vor einem Jahr zurück gekommen ist, dachten wir, dass es Coco und eine fremde Störchin sei. Allerdings zeigte der Ring den Aufdruck „DER AH 410“, welches auf die Störchin „Angela“ von Rauischholzhausen (ehemals Fronhausen) verweist. Ob der zweite Storch einen Ring trug konnten wir nicht erkennen. Gegen 8:45 Uhr sind beide Richtung Ebsdorf weggeflogen.

Eine Stunde später saßen in Rauischholzhausen zwei Störche auf dem Schornstein im Nest.

Auch auf dem Mast unter der Amöneburg stand ein Storch. Das Nest in Hachborn blieb vorerst leer.

 

 

 

21. Februar:

Heute ist ein Weißstorch auf das Nest in Fronhausen zurück gekehrt! Vermutlich ist das Männchen Peer aus dem Süden zurück. Eine Ringablesung wird morgen Nachmittag Gewissheit bringen! Es geht also wieder los!