Weißstorchtagebuch 2020

Aktuelle Beobachtungen von Weißstörchen

Auch in diesem Jahr werden wir unter dieser Rubrik über das Leben der Weißstörche im Fronhäuser Ried und den anderen Brutstandorten der näheren Umgebung (Ebsdorf, Erbenhausen und Hachborn) berichten. Natürlich in der Hoffnung, dass es in diesem Jahr wieder zu erfolgreichen Bruten kommt!

Aktuelle Einträge in diesem Jahr oben in der Liste!

Intensiver "Liebesakt" auf dem Ebsdorfer Nest  - Foto: Miriam Wagner
Intensiver "Liebesakt" auf dem Ebsdorfer Nest - Foto: Miriam Wagner

Die 4 Fotos unten stammen von LIBI und ED in Ebsdorf - Fotos: Miriam Wagner

13.03.2020 - Peer an dem überschwemmten Auwaldrest Sichertshausen - Foto: Stefan Wagner
13.03.2020 - Peer an dem überschwemmten Auwaldrest Sichertshausen - Foto: Stefan Wagner

14. März:

Fronhausen:

Unser Weißstorchpaar hat sein Nest fest im Griff. Täglich werden Ausbesserungsarbeiten vorgenommen und Paarungen finden statt. Bisher konnte keine Attacke anderer Weißstörche beobachtet werden. Einmal hat Peer auch das nest auf unserem Hausdach besucht - allerdings war es nur eine kurze Stipvisite. Ansonsten nutzen die beiden die überschwemmten Bereich entlang der Lahn, wo sich viele ertrunkene Mäuse und Regenwürmer finden lassen. Futter gibt es für sie reichlich.

 

Hachborn:

In Hachborn ist Angela und (vermutlich) Coco seit einiger Zeit wieder glücklich vereint. Man trifft sie auf dem Nest an oder suchen nach Futter in den umliegenden Wiesen.

 

 

Erbenhausen:

In Erbenhausen sind seit dieser Woche auch zwei Weißstörche angekommen. Sie konnten täglich am Nest beobachtet werden und sind mit Nestbautätigkeiten beschäftigt. Sie verhalten sich ähnlich, wie das Paar aus dem letzten Jahr (wenig scheu), so dass die Vermutung Nahe liegt, dass es sich um dasselbe Paar aus dem letzten Jahr handelt. Diesmal sind die Beiden aber deutlich früher dran, so dass man auch hier in diesem Jahr auf eine erfolgreiche Brut hoffen kann. Wir sind gespannt!

 

Ebsdorf:

von Miriam Wagner

Im Ortskern Ebsdorf ist ebenfalls Betrieb. 2 Wochen lang war dort ein "neues" Paar beschäftigt,
sich häuslich einzurichten, Hochzeit wurde bereits mehrfach gefeiert (Peter Kornmann berichtete, der
direkt neben dem Storchenhof wohnt). Ab und an wurde dieses Paar von Winfried Kräling auch in
Rauischholzhausen auf dem Schornstein beobachtet. Er hat herausgefunden, dass es sich bei dem
beringten Storch um ein 4-jähriges Männchen aus der Eifel handelt. Gestern (05. März) wurde es spannend.

Libi sollte laut GPS die Heimat erreichen. Um neun Uhr konnte ich von weitem einen Storch auf dem
Nest beobachten. Als ich um 10 Uhr dort ankam, landete ein zweiter Storch auf dem Nest: eindeutig
LIBI (Ringnummer: DER AW 844)!!! Und der andere war unberingt - könnte also Ed, das Männchen
vom Vorjahr, sein. Nach anfänglicher Begrüßung ging sie erstmal auf dem Dach spazieren, bevor
anschließend eine intensive Begrüßung erfolgte. Dann wechselte es zwischen Hausrenovierung
und Bettgeschichten...

Mehrere Passanten standen auf der Straße und beobachteten das imposante Treiben und warteten gespannt, wann das andere Paar auftauchen würde, um das Nest zu verteidigen. Aber dies blieb aus. Hat es sich doch in Rauischholzhausen bequem gemacht? Heute zumindest wurden wieder zwei Störche auf dem Schornstein beobachtet

Auch in diesem Jahr überträgt eine Webcam das Geschehen live vom Nest in das Internet. Hier der Link zur Webcam:

 http://storchencam-ebsdorf.hauer.it/

 

01. März:

Das kurzzeitige Winterintermezzo haben unsere beiden Weißstörche gut überstanden. Trotz stürmischen Wind mit Schneefall trotzten sie den Winterungsbedinungen. Gegen Kälte sind sie durch ihr Gefieder allerdings auch sehr gut geschützt. Gute Pflege sorgt auch dafür, dass Regenwasser an der Oberfläche abperlt und ihnen daher nichts anhaben kann. So können sie auch solche Wetterperioden gut überstehen. Hauptsache sie finden genug Nahrung.

Diese suchen sie im Moment hauptsächlich in Sichtweite von ihrem Nest, falls Eindringlinge das Nest erobern wollen. Sehr häufig sieht man sie im Bereich der Campinghühner bei Bellnhausen zusammen mit Graureihern und Silberreihern nach Regenwürmern und Mäusen jagen.

 

25. Februar 2020:

Bilder aus dem Fronhäuser Ried:

25. Februar 2020:

Fronhäuser Ried:

Am gestrigen Montag ist dann auch "die Dame des Hauses" wieder eingetroffen. Wiebke mit der Ringnummer DEW 9X441 konnte zusammen mit Peer auf dem Nest beobachtet werden. Wiebke ist das Weibchen der letzten beiden Jahre, mit dem Peer die Brutzeit bestritten hat. Bereits am heutigen Dienstag waren sie sehr ortstreu im Bereich des Nestes und haben mit der Nestrenovierung begonnen. Erste Äste wurde eingetragen und am Nest wurden Verschönerungsarbeiten vorgenommen. Sogar erste Paarungen konnten beobachtet werden. Bei dem kalten Wetter können sie sich aber ruhig noch Zeit mit der Brut lassen. Nicht, dass die Jungen so früh schlüpfen und in eine kalte und nasse Witterungsphase geraten. Aber mal schauen, wie es weiter geht.

 

Auch in Erbenhausen und Ebsdorf wurden in letzten beiden Tagen bereits einzelne Weißstörche auf dem nest gesehen! In Hachborn ist "Angela" wohl bereits seit einigen Wochen am Nest und ein Partner scheint hier auch schon länger dabei zu sein. In Niederwalgern ist das Männchen Hänsel bereits seit Dezember wieder vor Ort....  

 

22. Februar 2020:

 

Fronhäuser Ried:

Nachdem der Winter in diesem Jahr mehr oder weniger ausgefallen ist, sind in den letzten Tagen vermehrt Weißstörche an ihren Brutplatz zurück gekehrt. Auch das seit dem Jahre 2013 im Fronhäuser Ried ansässige Männchen "Peer" ist mindestens seit dem 21.02.2020 wieder in seinem Revier und hat das Nest in Beschlag genommen. Am 22.02.2020 konnte er eindeutig anhand seiner Ringnummer DEW 9X931 identifiziert werden. Er sitzt jetzt häufig, gerade in den Morgenstunden, auf seinem Nest und wartet auf die Ankuft eines Weibchens. Mal schauen, wer es in diesem Jahr sein wird. Im Gegensatz zu den nistplatztreuen Männchen wechseln nämlich die Weibchen hin und wieder. Nachdem er in den ersten 5 Jahren mit dem Weibchen "Angela" schon viele Jungestörche groß gezogen hat, war in den letzten 2 Jahren mit "Wiebke"verpaart, die zuvor in Niederwalgern gebrütet hat. Es bleibt also spannend, wie es in diesem Jahr weiter geht.